Europameisterschaften 2020 Graz/Österreich

In der Steiermark, in Graz gibt es die Europameisterschaften 2020 ! Sie finden vom 20.1.-26.1. statt. Rund 170 aus Eiskunstläufer/innen aus 33 Ländern werden erwartet. Im einzelnen: 19 Paare, 27 Eistanzpaare, 38 Damen und 35 Herren.

Und es gibt erstmals den Theo Neuser Sonderpreis für Österreich !!! Vor Ort, in Graz natürlich. Näheres in der Halle am Stand und per Presse Info.

https://www.meinbezirk.at/graz/c-lokales/warum-graz-nicht-auf-duennem-eis-gebaut-ist-graz-inside-im-vorfeld-der-eiskunstlauf-em_a3861771

https://www.isu.org/figure-skating/events/figure-skating-calendar/eventdetail/11531/33/isu-european-figure-skating-championships?templateParam=11

http://www.isuresults.com/events/fsevent03111953.htm

Livestream:

https://www.youtube.com/user/SkatingISU

Deutsches Aufgebot: Paarlauf: Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert, Annika Hocke/Robert Kunkel. Damen: Nicole Schott. Herren: Paul Fentz, Eistanz: K. Müller/T. Dieck

 

Österreich Aufgebot: Paarlauf: Miriam Ziegler/Severin Kiefer, Damen : Olga Mikutina, Herren: Mauricio Zandron

Hier die ersten Eindrücke aus Graz:

 

 

 

Mittwoch, den 22.1.2020

Erster Wettkampftag: Kurzprogramm Herren. Startnummer 18 Paul Fentz. Im Paarlaufen gehen Annika und Robert als vierte, Minerva und Nolan als Nr. 13 in den Wettbewerb.

Und bei den Herren gab es zwei faustdicke Überraschungen. Eine  positive und eine negative. Die positive aus deutscher Sicht, Paul Fentz liegt überraschenderweise Platz sechs nach dem Kurzprogramm mit 80.41 Punkten. Die negative betrifft den Mitfavoriten auf den EM Titel, Kevin Aymoz aus Frankreich. Er patzt bei sämtlichen Sprungelementen und erreicht nicht das Finale. Platz 26 mit 64.40 Punkten. Traurig das so ein unterhaltsamer Läufer gleich die Segel streichen muss.

In Führung geht Michal Brezina aus Tschechien mit 89.77 Punkten. Platz zwei für Dmitri Aliev aus Russland der es auf 88.45 Punkte bringt. Voerst Platz drei für Artur Danielian ebenfalls aus Russland mit 84.53 Punkte. Hier ist für Spannung in der Kür gesorgt.

Im Paarlaufen liegen erwartungsgemäß alle drei russischen Paare in Führung. Gehen die ersten beiden Plätze noch in Ordnung, ist der dritte Platz mehr als diskussionswürdig. Eine völlig versemmelte Hebung von Tarassova/Morozov bringen trotzdem noch 3.01 Punkte. Sie wurden wohlwollend behandelt und erreichen 73.50 Punkte, trotz Boleromusik und Interpräsentation ist das übertrieben.  Aleksandra Boikova/Dmitrii Kozlovski laufen souverän auf 82.34 Punkte. Die juniorenhaft wirkenden Daria Pavliuchenko/Denis Khodykin lassen technisch nichts anbrennen und erlaufen 74.82 Punkte. Dahinter kommen die Italiener Nicole Della Monica/Matteo Guarise mit 70.48 Punkten auf Platz vier. Ganze fünf Hundertstel dahinter die fabelhaft laufenden Berliner, Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert. Endlich mit 70.43 Punkten die ersehnte Punktzahl, jenseits der 70 Punkte Marke. Völlig verdient. Mit Platz sechs und 67.90 Punkten erreichen die Lokalmatadoren Miriam Ziegler/Severin Kiefer ein wirklich gutes Resultat. Unter 19 Paaren laufen Annika Hocke/Robert Kunkel mit früher Startnummer vier auf gute 58.43 Punkte. Platz sieben ist vorerst der Lohn !. Beiden deutschen Paaren hat es Spaß gemacht zuzuschauen.

Donnerstag, den 23. Januar

Mit Startnummer acht gehen Katarina Müller/Tim Dieck in den Rhythm Tanz. Am Abend gibt es dann die Kür der Herren.

Leider stürzt Tim Dieck im Rhytmn Tanz, so müssen Katarina Müller/Tim Dieck mit Platz 18 vorerst zufrieden sein. 61.42 Punkte reichen zwar zum Finale, aber eben nicht mehr. Sehr eng geht es auch um den Spitzenplatz zu. G. Papadakis/G. Cizerone erreichen gerade mal fünf Hundertsdel mehr als ihre größten Rivalen aus Russland V. Sinitsina/N. Katsalapov.  88.78 zu 88.73 lautet der Punktestand. C. Guignard/ M. Fabbri sichern sich Platz drei mit 84.34 Punkten. Ihnen im Nacken sitzen allerdings Stepanova/Bukin die 83.65 Punkte ertanzen . Unter diesen vier Paaren sollte die Medaillenvergabe stattfinden.

 

Bei den Herren patzt M. Brezina so stark in der Kür das er noch auf Platz sieben durchgereicht wird. Einen Platz vor Paul Fentz, der stark mit vierfach Toeloop und dreifach Axel/dreifach Toeloop begann. Dann schlichen sich Fehler ein. Mit 230.01 Punkten belegt er einen guten  achten Platz und holt damit einen zweiten Startplatz für die nächste EM. Verdienter Europameister wird Dmitri Aliev aus Russland. Er zeigt endlich mal all seine Stärken und gewinnt mit 272. 38 Punkten souverän. Silber für den Landsmann Artur Danielian mit 246.74 vor dem Georgier Morisi Kvitelashvili nur drei hundertstel dahinter. Die zweitbeste Kür mit drei verschieden vierfachen, darunter auch der Lutz gelang dem Südtiroler Daniel Grassl. Die Aufholjagd gelang nicht ganz. Platz vier, der undankbarste Platz für den Italiener.

Freitag, 24. Januar 2020

37 Damen treten zum Kurzprogramm an. 16 Paare zur Kür.

Drei russische Eiskunstlauf Mädchen führen das 37 köpfige Feld bei den Eiskunstlauf Europameisterschaften an. Kostornaia incl. dreifach Axel erzielt 84.92 Punkte. Scherbakova erreicht 77.45 Punkte und Frl. Trusova, die gleich beim zweifach Axel Punkte liegen gelassen hat. Hinter der stark laufenden Schweizerin Paganini holt E. Peltonen aus Finnland mit 66.49 Punkten den fünften Platz. Ein wunderschönes anmutiges Kurzprgramm. Das hätten wir Nicole Schott auch gegönnt. Aber nicht nur der zweite dreifache Toelop war unsauber, leider auch wieder der Rittberger. Platz 14 mit 58.06 Punkten. Mit 53.19 Punkten, konnte sich die die Österreicherin Olga Mikutina ebenfalls für das Finale qualifizieren.

Im Paarlaufen sind Boikova/Koslovski dank einer unermüdlichen Mishina eine Welt für sich. Sie erzielen sehr gute 234 Punkte und deklassieren ihre Landsleute Tarasova/Morozov (208) und das sehr juniorenhaft wirkende Paar Pavliuchenko/Khodikin (206). Dahinter gibts erneut Platz vier für Della Monica/Guarise (194). Platz fünf und die bisher beste EM Platzierung erreichen Hase/Seegert, trotz durchwachsener Kür. 186 Pkt. Hinter den ebenfalls schwächelnden Österreichern Ziegler/Kiefer mit 177 Punkten erreichen Hocke/Kunkel ein ordentliches EM Debüt (166) Beide deutschen Paare holen damit den dritten Startplatz für Deutschland, für die EM 2021 in Zagreb. Hut ab vor den Briten Jones/Boyadji, sie ist immerhin 40 Jahre alt und hat drei Töchter zu Hause. Platz 12 und 147 Punkte.

Samstag, den 25. Januar 2020

Ab 10 Uhr Fanclubtreffen mit Paaren und Trainern und Brunchbuffet!

Neben unseren beiden Paaren hatten wir Gastpaare aus Ungarn und den Niederlanden, sowie Trainerin Romy Oesterreich und Paarlauf- Bundestrainer Alexander König. Danke an Gerhard mit seinem Team für die tolle Bewirtung vom Cocco Bello in Premstätten bei Graz.

. Ab Mittag kurz nach 13 Uhr gibt es die Eistanzentscheidung und am Abend die Kür der Mädchen und Damen.

Umstrittene Eistanzentscheidung. Unerlaubtes Element der Franzosen Papadakis/Cizeron kostet den Sieg. Sinitsina/Katsalapov setzen sich diesmal knapp, aber nicht unverdient durch. 220.42 zu 220.28 Punkten zu Gunsten der Russen. Bronze geht auch nach Russland an Stepanova/Bukin die 211.29 Punkte erhalten. Auf Platz fünf schieben sich die Briten Faer/Gibson. Erneut ein Ausrufezeichen ! In Zukunft wird man diese genialen Eistänzer weiter vorn erwarten dürfen.

Sehr gute Kür von Müller/Dieck und einen Sprung von Platz 18 auf 13. Sie wirkten lockerer als im Rhythm Tanz. 167.44 Punkte sind ein guter EM Einstand.

Erwartungsgemäß siegt das russische Mädchentrio, nur die Reihenfolge war offen. Letztendlich setzt sich A. Kostornaia mit 240 Punkten durch. Die bessere Kür lief A. Shcherbakova, sie hatte aber zuviel Rückstand nach dem Kurzprogramm (237) A. Trusova musste sich trotz vierfach Lutz/dreifach Toeloop mit dem Bronzerang zufrieden geben, da der vierfach Lutz beim zweiten mal auf dem Hosenboden gelandet ist. Und es schlichen sich weitere Fehler ein. Positiv A. Paganini aus der Schweiz mit Platz vier (192) und E. Peltonen, die neue finnische Eiskönigin (181) Insgesamt enttäuschend verlief die EM von Nicole Schott. Zuviele Fehler in de Kür reichen mit 162 Punkten nur zu Platz 13. Sie weinte auch  im hinteren Zipfel….Zwei sehr ansehnliche Programme, die eigentlich zu mehr als den Top 10 reichen sollte, wenn die Fehlerquote gering bleibt.

Zum Schaulaufen sind sehr viele heuer eingeladen. Neben Hase/Seegert auch Paul Fentz und sogar Kevin Aymoz der nach dem Kurzprogramm ausgeschieden war.

Auch wenn diese Zeltstadt in Premstätten nicht das optimalste war. Die Österreicher haben versucht das beste daraus zu machen. Die Freundlichkeit machte einiges wett. Den Theo Taler Sonderpreis „Österreich“ hat Stefanie Pesendorfer erhalten. Daran ist eine 300 Euro Spende geknüpft. Wir danken dem österreichischen Verband für das entgegenkommen und für das Vertrauen.

Danke Graz, 22 Fanclubmitglieder waren vor Ort.

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