ISU Eiskunstlauf WM Saitama 2023

https://results.isu.org/events/fsevent00113613.htm

Die deutsche Mannschaft wird angeführt, von den EM dritten im Paarlaufen, Annika Hocke/Robert Kunkel.

Paarlauf: Alisa Efimova/Ruben Blommaert.

Eistanz: Jeniffer Janse van Rendsburg/Benjamin Steffan.

Damen: Nicole Schott, Kristina Isaev

Herren: Nikita Starostin

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ISU World Figure Skating Championships ® 2023 (wfc2023.jp)

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Mit den Plätzen 7 und 15 geht es in das Kürfinale. Japan vor ersten Paarlaufweltmeister Titel.

Erster Wettkampftag:

Efimova/Blommaert verpassen erstmals die 70 Punkte Marke. Alisa stürzt leider beim dreifach Toeloop. Dennoch springt Platz sieben heraus. Fünf Punkte weniger erreichen Hocke/Kunkel mit Platz 15. Ihm plagen Rückenprobleme. Warum verzichtet er nicht auf den Start ?

In Führung die japanischen Lokalmatadoren. Gibt es die ersten Paarlaufweltmeister aus Japan ?

Kristina Isaev hat keine Chance mit der frühen Startnummer das Kürfinale zu erreichen. Nicole Schott belegt guten siebenten Rang nach dem Kurzprogramm. Loena Hendrickx aus Belgien muß um WM Medaille bangen. Drei Asiatinnen legen vor, allen voran Kaori Sakamato mit 79.24 Punkten.

Zweiter Wettkampftag.

Mit etwas Glück, aber nicht unverdient werden Japaner erstmals Weltmeister im Paarlaufen. R. Mihura/R. Kihara gewinnen mit 222.16 Punkten. Zweite werden die Titelverteidiger, A. Knierim/B. Frazer aus den Vereinigten Staaten mit 217.48 Punkten. Sehr erfeulich die Bronzemedaille für S. Conti/N. Macii aus Italien mit 208.08 Punkten.

Die Ränge neun und 10 gehen nach Deutschland. Die Aufholjagd von Annika und Robert glückt. Mit insgesamt 184.60 Punkten holen sie sechs Plätze auf. Für Alisa und Ruben gibt es am Ende Rang 10., mit 184.46 Punkten. Die Einzelsprünge verhinderten eine bessere Platzierung. Dennoch können wir zufrieden sein. Es gibt in Montreal zur nächsten WM, erneut zwei Startplätze im Paarlaufen.

Auffallend im Feld der Paare, die starken Ungarn. Pavlova/Sviatchenko werden siebente und zweitbestes europ. Paar. Ein Fingerzeig in Richtung Budapest.

Bei den Herren im Kurzprogramm blieb Lokalmatador Shoma Uno niemanden etwas schuldig. Er führt mit 104.63 Punkten. Ilia Malinin aus den USA erreicht 100.38 Punkte. Nicht einmal einen Punkt dahinter, Junhawan Cha aus Südkorea mit 99.64 Punkten. In Lauerposition auf eine Medaille liegt noch Keagan Messing aus Kanada mit etwas über 68 Punkten.

Nikita Starostin schafft mit 75.53 Punkten und Platz 16 das Kürfinale.

Dritter Wettkampftag:

33 Eistanzpaare stellen sich dem Rhyhtmus Tanz. Die 20 mit den meissten Punkten erreichen das Kürfinale.

Locker schaffen das Jeniffer Janse van Rendsburg/Benjamin Steffan. Mit 67.95 Punkten belegen sie bei ihrem WM Debüt einen guten 15. Platz.

Start Ziel Sieg für Madison Chock/Evan Bates aus den Vereinigten Staaten ? Mit 91.94 Punkten führen sie bereits deutlich. Vorerst zweite, die Europameister C. Guignard/M. Fabbri aus Italien mit 88.21 Punkten. Dicht gefolgt von P. Gilles/P.Poirier aus Kanada mit 87.34 Punkten. In Lauerposition, auf Platz vier liegen die Briten, L. Faer/L. Gibson die 86.56 Punkte erreicht haben.

Eistanzen ist auch eine Geschmacksfrage. Meine Reihenfolge würde ganz anders aussehen.

Später gab es die Entscheidung bei den Frauen.

Kristina Isaev hat nächstes Jahr hoffendlich noch einmal die Chance an einer WM teilzunehmen und das Kürfinale zu erreichen. Die Vorrausetzungen hat dafür Nicole Schott geschaffen. Mit Platz sieben und 197 Punkten hat sie wohl selbst nicht gerechnet. Sie zeigte alles was sie kann und das Fehlerfrei. Respekt Nicole und das im Eiskunstlauf Oma Alter. Natürlich konnte sie von den anderen mit vielen Fehlern auch profitieren. Das Eis ist glatt und jede(r) muß erst einmal laufen.

Auch L. Hendrickx hat das erlebt und trotz dussligen Sturz beim zweiten dreifach Lutz, doch noch mit 210.42 Punkten Bronze erreicht. I. Levito aus den Vereinigten Staaten patzt genauso wie M. Mihara aus Japan. Die beste Kür des Abends zeigt. H. Lee aus Südkorea. Mit ihrer Phantom der Oper Kür verzaubert sie sogar das japanische Publikum und es gibt Standing Ovationen in der erstmals fast ausverkauften Arena. 220.94 Punkte reichen letztendlich zum Vizeweltmeistertitel. K. Sakamato patzt einmal in der Kür bei der Kombination, einfach Flip (statt dreifach) mit dreifach Toeloop. Sie zehrte vom Vorsprung aus dem Kurzprogramm und wird Weltmeisterin im eigenen Land mit 224.61 Punkten.

Letzter Wettkampftag in der Super Arena Saitama.

Im Eistanzen ist wie bei dem alten Wertungssystem alles fest zementiert. Es gibt nur ganz wenige Platzierungswechsel. Diesmal tauschten nur Taschlerova/Taschler und Turkilla/Versluis die Plätze, nach beiden Wettbewerbsteilen.

Für mich wenig überzeugend die neuen Weltmeister, Chock/Bates mit übertriebenen Punktzahlen. 226.01 Punkte erhält das Paar aus den Vereinigten Staaten. Auch Giugnard/Fabbri aus Italien hauen mich nicht vom Hocker. 219.85 Punkte und damit Vizeweltmeister. Die Evitakür fanden wohl die Preistichter und das techn. Panel von Gilles/Poirier nicht so prickelnd. Mit 217.88 Punkten holen die Franco Kanadier Bronze. Dahinter platzieren sich Faer/Gibson und Fournier-Beaudry/Sorensen mit 214.733 zu 214.04 Punkten.

Janse van Rendsburg/Steffan bleiben auf Platz 15 mit 170.03 Punkten. Ein guter WM Einstand, für die Oberstdorfer.

Die Herrenentscheidung endet wie erwartet mit dem Sieg von S. Uno. Mit fünf vierfachen, davon drei mit leichten Abzügen gewinnt er mit 301.14 Punkt. J. Cha aus Südkorea nutzt seine Chance und zieht mit der zweitbesten Kür an Malinin vorbei. Mit u.a. zwei vierfachen und schönem Laufstil und 296.03 Punkten zieht er deutlich an I. Malinin vorbei. Dieser hat zwar sechs ! vierfache im Angebot, darunter auch den Axel. Die Präsentation lies sehr zu wünschen übrig und so kann er mit 288.44 Punkten, glücklich über Bronze sein. Kevin Aymoz auf Platz vier und Jason Brown auf Platz fünf erhielten deutlich höhere Komponeten (Brown erhielt sogar 6x die 10!)

Nikita Starostin verlor seinen 16. Rang und wird am Ende auf Platz 19 mit 217.87 Punkten eingestuft. Der zweite dreifach Axel ging leider wieder daneben. Er verbessert sich gegenüber dem Vorjahr aber immerhin um drei Plätze.

Erfolgreichstes Land wurde Gastgeber Japan mit drei Weltmeistertiteln. Auf den Plätzen folgen die USA und Südkorea.

Erfreulich das an den beiden letzten Wettkampftagen die Halle deutlich voller war. Das Geld sitzt auch in Japan nicht mehr so locker. Und man merkte es auch vor Ort an, mit vielen Einsparungen, auch an vielen organisatorischen Gründen wurde einiges gestrichen.

Morgen gibt es noch die Gala mit allen Weltmeistern und Medaillengewinnern und weiteren Eislaufstars.

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