EM Tallinn/Estland 2022

https://www.isu.org/figure-skating/events/figure-skating-calendar/eventdetail/12306/33/isu-european-figure-skating-championships?templateParam=11

https://results.isu.org/events/fsevent00111018.htm

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Deutsche Mannschaft :

Paarlaufen: Minerva Fabiene Hase/Nolan Seegert, Annika Hocke/Robert Kunkel, Letizia Roscher/Luis Schuster.

Eistanz: Katharina Müller/Tim Dieck

Damen: Nicole Schott

Herren: Paul Fentz, Nikita Starostin

Vorläufige Sendezeiten von ONE !

Mittwoch, 12.1.22 12 Uhr Kurzprogramm Männer, 22.05 Uhr Kurzprogramm Paare

Donnerstag, 13.1.22 11.45 Uhr Kurzprogramm Frauen, 22.25 Uhr Kür Paare

Freitag, 13.1.22 12.25 Uhr Rhytmustanz, 23 Uhr Kür Männer

Samstag, 14.1.22 12.40 Uhr Kür Eistanz, 18 Uhr Kür Frauen

Sonntag, 16.1.22 13.30 Uhr Schaulaufen


Sonntag, den 9.1.2022

Noch vor dem ersten offiziellen Trainingstag zur EM in Tallinn, gibt es Corona bedingt und anderwärtige Ausfälle zu beklagen. Es betrifft Sportler und Sportlerinnen aus Israel (Zwei Herren und das Paarlaufpaar), Großbritannien (Jones/Boyadij), Finnland (E. Peltonen), Russland (M. Kolyada), Italien (Matteo Pizzo/Techn. Panel), Georgien (Paarlaufpaar) , J. Sauter (Rumänien) und S. Mc Allister (Irland).

Hoffen wir das nicht mehr so viele dazu kommen.

Wir sind gut in Tallinn angekommen und waren schon in der Altstadt und natürlich zum urigen Abendessen. Morgen und Übermorgen mehr aus Tallinn. Gute Nacht !

Montag, den 10.1.2022

Trainingsauftakt heute in Tallinn. Wir haben erste Inspektionen schon gemacht. Waren in der Halle, auch zum Training zum zuschauen mit Paul und Nikita. Alles ist sehr gut vorbereitet, für diese Europameisterschaften. Sehr nett und zugänglich sind alle. Dies trifft auch unterwegs in den Städten und auch in Restaurants zu. Im Hotel fühlen wir uns wohl. Zum Glück sind die Temperaturen derzeit mit -8 Grad noch erträglich. Ab Morgen wird es kälter…. Waren heute zum Ausflug in Tartu, da wo A. Mishin öfters Trainingscamps gibt. Bis auf Müller/Dieck haben wir alle deutschen Sportlerinnen und Sportler schon gesehen und kurz gesprochen. Es ist schön das diese Europameisterschaften, sogar mit Zuschauern durchgeführt werden.


Dienstag, den 11.1.2021

Am heutigen Tag gab es knackige -14 Grad, aber das ist normal für estnische Verhältnisse. Wir haben unseren Ausflug nach Haapsalu voll genossen.

Leider sind auch heute die Starterfelder dezimiert wurden. Im Paarlaufen gibt es noch 21 anstatt 25 Paare. Leider stürzte Severin Kiefer im Training hier so sehr, das Ziegler/Kiefer aus Österreich zurückziehen mussten. Gute Besserung an dieser Stelle, werdet für Olympia wieder fit.

Im Paarlaufen gibt es folgende Startnummern für unsere drei Paare. Roscher/Schuster (4), Hase/Seegert (16), Hocke/Kunkel (17). Bei den Männern hat N. Starostin die Nummer 11 und P. Fentz, die 17. Viel Glück für alle. Für uns geht es Morgen sehr zeitig in die Halle, um unseren Stand aufzubauen. Fanclubstand/TTaler, mit Sonderpreis für Estland !!!

Mittwoch, den 12. Januar 2022

Die jungen, wilden russischen Männer trumpfen im Kurzprogramm auf. Sie zeigten alle drei technisch anspruchsvolle Programme. Alle mit vierfach/dreifach Kombination. Nur Nuancen entscheiden über die Platzierungen. Andrei Mozalev führt mit 99.76 Punkten. Zweiter ist Mark Kondratiuk mit 99.06 Punkten. Hauchdünn, mit 99.04 Punkten ist Evgeni Semenko auf Platz drei dahinter. Der Georgier, Morisi Kvitelashvili liegt vorerst mit 97.76 Punkten auf Platz vier in Lauerstellung auf eine Medaille. Die hätte zu gern auch Daniel Grassl aus Italien. Mit 91.75 Punkten liegt er auf Platz fünf. Vorerst sechster ist der Lette, Deniss Vasiljevs mit 90.24 Punkten. Kevin Aymoz aus Frankreich patzt leider wieder und muss sich mit 80.39 Punkten begnügen. Erfreulich aus deutscher Sicht, sowohl Paul Fentz als elfter mit 76.76 Punkten (Sturz beim vierfach Toeloop) und Nikita Starostin auf Platz 14 mit 72.12 Punkten haben das Kürfinale locker erreicht.

Feierlich und Stimmungsvoll wurden die Europameisterschaften in Tallinn, nicht nur mit estnischen Trachten eröffnet.

Kurzprogramm Paare:

Wie erwartet gab es auch hier eine russische Galavorstellung.

Anastasia Mishina/Aleksandr Galliamov können sich mit 82.36 Punkten im Kurzprogramm durchsetzen. Knapp dahinter folgen Jewgenia Tarasova/Vladimir Morozov mit 81.38 Punkten, obwohl der weggeworfene Lutz von ihr mit der Hand abgefangen wurde, sie dafür erneut Pluspunkte erhielten. Mit Platz drei müssen sich Aleksandra Boikova/Dmitrii Kozlovski begnügen. Bei ihrem Salchow fehlte eine Umdrehung.

Platz vier geht an Rebecca Ghilardi/Filippo Ambrosini aus Italien. 62.76 Punkte erhalten sie. Knapp dahinter Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert mit nur 62.21 Punkten. Der Wurfsalchow landet auf dem Hosenboden. Hier war mehr drin. Annika Hocke/Robert Kunkel erhielten magere 55.17 Punkte. Sie stürzt beim Einzelsprung. Schon jetzt kann man sagen, der dritte Startplatz scheint futsch, für die nächsten Europameisterschaften in Helsinki. Das EM Debüt von Letizia Roscher/Luis Schuster ging leider daneben zu viele Fehler schlichen sich ein. Mit 48.77 Punkten scheiden sie als 19. unter 21 Paaren aus. Schleierhaft ist mir die Bewertung des Kroatischen Paares, Petranovic/Souza Kordeiru. Die völlig verpatze Hebung hätte gar nicht in die Wertung eingehen dürfen. Einen Rabenschwarzen Tag erlebten Danilova/Tsiba aus den Niederlande. Sie werden mit 36.86 Punkten leider nur letzte.

Donnerstag, den 13. Januar 2022

Das Kurzprogramm der Damen hatte es in sich. Wie von einem anderen Stern läuft Kamila Valieva. Die Russin, mit einem wunderschönem, ausgefeilten Kurzprogramm mit Höchstschwierigkeiten wie dreifach Axel und sauberer Kombination aus dreifach Lutz/dreifach Toeloop, wunderschönen Pirouetten überzeugt Preisrichter, wie Publikum gleichermaßen. Sie erzielt mit 90.45 Punkten einen neuen Weltrekord. Mit einer feinen, sicheren Leistung erzielt die Belgierin, Loena Hendrickx nicht nur 76.25 Punkte und eine persönliche Bestleistung. Sie rangiert damit auf Platz zwei, vor zwei weiteren Russinnen. Auf Platz drei kommt Alexandra Trusova aus Russland. Sie stürzt beim dreifach Axel und erhält 75.13 Punkte.

Anna Scherbakova stürzt in der Kombination und liegt mit 69.05 Punkten auf Rang vier. Der kleine Wirbelwind, Ekatarina Kurakova aus Polen wird mit 67.47 Punkten fünfte. Rang 11 geht an Nicole Schott, die leider in der Kombination nur den Doppel Toeloop dran hängen konnte. Sie erreicht 61.86 Punkte.

Kür Paare:
Die erwartete russische Gala im Paarlaufen fand die erwarteten Sieger, mit Anastasia Mishina/Aleksandr Galliamov. 239.82 Punkte standen am Ende auf der Anzeigetafel. Kein Fehler oder Wackler in beiden Programmen. Über die Musikauswahl lässt sich streiten. Zweite, mit schöneren Programmen als früher, werden Evgenia Tarasova/Vladimir Morozov. Sie erhalten 236.43 Punkte. Lediglich sie patzt beim dreifach Salchow. Bronze holen Aleksandra Boikova/Dmitrii Kozlovskii mit 227.23 Punkten. Platz vier holen eigentlich auch Russen, sie starten aber für Georgien. Karina Safina/Luka Berulava erhalten 184.05 Punkten.

Das man für drei Startplätze kämpfen kann zeigen beide italienische Paare mit den Plätzen fünf und sieben. Und dabei war das italienische Spitzenpaar nicht einmal dabei. Das gelingt den deutschen Paaren nicht. Generell ist es enttäuschendes Ergebnis. Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert werden nur achte, mit insgesamt 168.75 Punkten und äußerten in der Mixedzone, das sie sich unter Druck fühlten, sie könnten ja sogar vierte werden. Eine desolate Kürleistung, hier gibt es nichts zu beschönigen.

Es ist ihnen von Herzen zu wünschen, das sie wieder zur guten Form zurückfinden.

Auf Platz 13 landen Annika Hocke/Robert Kunkel mit 156.91 Punkten. Es gab schon wesentlich bessere Paarlaufergebnisse.

Auffallend wie die russischen Paare die Konkurrenz deklassieren. Zwischen Bronze und Platz vier liegen über 40 Punkte !!!
In der Fotogalerie die deutschen Paare und das Siegerfoto (bitte anklicken für größere Ansicht!)

Freitag, den 14. Januar 2022

Rhytmustanz:

26 Eistanzpaare verbleiben von ursprünglich 31.

Katharina Müller/Tim Dieck kommen relativ gut durch ihren Rhythmus Tanz.. Einen Wackler bei den Twizzle gab es zu beklagen. Sie erhalten 67.46 Punkte. Damit liegen sie vorerst auf Rang 13.

In Führung liegen zwei russische Paare. Victoria Sinitsina/Nikita Katsalapov, knapp mit 87.89 Punkten, vor den aktuellen russischen Meistern.

Alexandra Stepanova/Ivan Bukin erreichen 86.45 Punkte. Vorerst dritte sind die Italiener, Charlene Giunard/Marco Fabbri mit 83.35 Punkten. Auf Platz vier, die aufstrebenden Briten, Lilah Faer/Lewis Gibson. Sie ertanzen 79.97 Punkte. Auf Platz fünf haben knapp Olivia Smart/Adrian Diaz vor ihren Landsleuten die Nase vorn. 77.99 Punkte für sie. 75.83 Punkte für Sara Hurtado/Kirill Khaliavan.

Kür Männer:

Nach der Galavorstellung der russischen Männer im Kurzprogramm, kann Mark Kondratiuk die russische Seele besänftigen und gewinnt mit insgesamt 286.56 Punkten und wird zum 1. Mal Europameister. Die anderen beiden patzen, vor allem Evgeni Semenenko, auch Andrei Mozalev. Beide müssen mit den Rängen vier und fünf zufrieden sein. Silber holt mit starker Kür, Daniel Grassl aus Südtirol. Nur wenige Abzüge gab es in der Kür, die drei vierfache, darunter den Lutz zu bieten hatte. Er erhält insgesamt 274.48 Punkte. Bronze mit starker Energieleistung erläuft Deniss Vasiljevs aus Lettland. Für mich war das die künstlerisch wertvollste Kür des Abends. 272.08 Punkte reichen verdient zu Bronze.

Kevin Aymoz aus Frankreich kann sich mit der viertbesten Kür noch um drei Plätze verbessern und belegt Rang sieben hinter dem Georgier Morisi Kvitelasahvili.

Und die deutschen Männer? Mit Licht und Schatten. Nikita Starostin feiert ein gelungenes EM Debüt. Er bringt eine fast ganz saubere Kür, inklusive zwei dreifach Axel. Und die Umsetzung der Musik ist großartig gelungen. 214.40 Punkte für Platz 13. Paul Fentz beginnt zwar stark mit vierfach Toeloop, aber alles andere war einfach nicht gut an zu sehen. Mit Platz 16 und 206.06 Punkten ist der Machtwechsel bei den deutschen Herren endgültig eingeläutet. Leider reicht der 16 Platz nicht für den zweiten Startplatz für die nächsten Europameisterschaften …!

Samstag, den 15.Januar 2022

Viel Veränderungen in den Platzierungen gab es nicht, bei der Kürentscheidung im Eistanzen. Victoria Sinitsina/Nikita Katsalapov haben insgesamt mit 217.96 Punkten gewonnen. Auf Platz zwei kommen Alexandra Stepanova/Ivan Bukin, mit 213.96 Punkten. Man hätte ihnen diesmal den Sieg gegönnt. Starke dritte werden Charlene Guinard/Marco Fabbri (ITA), die sich mit 213.20 Punkten deutlich gegen die Eistanzpaare aus Spanien (Smart/Diaz, 196.86 P.) und Großbritannien (Faer/Gibson, 196.01 P.) durchsetzen können.

Auf Platz 12, einen Platz verbessert, haben sich Katharina Müller/Tim Dieck. Sie erhalten 170.27 Punkte und verfehlen den zweiten Startplatz um knapp vier Punkte.


Kür Frauen:

Kamila Valieva die Europameisterin 2022

im Vorbeigehen gesehen

Dass drei Russinnen vorne landen war wohl vorprogrammiert. Kamila Valieva zeigte Nerven und stürzte sogar beim dreifach Axel. Dennoch siegt sie deutlich mit 259.06 Punkten. Anna Scherbakova kann sich noch auf Rang zwei steigern. 237.42 Punkte bedeuten Silber. Alexandra Trusova hetzt von Element zu Element, stürzt bei zwei Vierfachen und das Programm ist nichts besonderes, was die Choreographie anbelangt. 234.38 Punkte bedeuten Rang drei.

Loena Hendrickx aus Belgien stürzt leider auch zweimal. Sie kann trotz schönem Programm ohne dreifach Axel und vierfach Sprung nicht mithalten. Vierter Platz mit 207.97 Punkten. Unterhaltsam ist auch die Kür von Ekaterina Kurakova aus Polen. Sie schafft erstmals 204.73 Punkte und belegt Rang fünf. Eine sehr gute Leistung zeigte die Lokalmatadorin Niina Petrökina . Die Estin schafft mit einer sauberen Kür den Sprung von Rang 17 auf Rang acht.

Nicole Schott, stürzt beim dreifach Rittberger und hat Probleme beim dreifach Flip. Sie erhält 170.18 Punkte und belegt Rang 13.

Mal sehen ob es von der russischen Mädchen Troika noch ein Siegerehrungsfoto gibt.

Sonntag, der 16. Januar 2022

Nach einer schönen Gala zum Abschluß in Tallinn, möchten wir uns, für diese sehr gut organisierte Europameisterschaft bedanken. Endlich kehrt ein bischen Normalität wieder zurück. Margus Hernits hat sein Team im Griff und packt auch selber mit an. Daß Russland den Löwenanteil der Medaillen gewinnt, war schon vorher klar. Daß sich aber Italien gut behauptet spricht für die Kämpfer, Bella Italia. Und Lettlands neuer Superstar, Deniss Vasiljevs braucht sich wirklich nicht zu verstecken.

Auch wenn für das deutsche Team nicht alles aufgegangen ist, was man sich erhofft hatte. Daumendrück für Folgendes!

Kurz vor der Gala gab es den Sonderpreis im Rahmen der Theo Neuser Medaille. Diesmal, entgegenkommend für das Gastgeberland Estland.

Diesen Preis hat eine estnische Läuferin gewonnen, die schon auf Grund schwerer Verletzung schon fast abgeschrieben war.

Niina Petrökina wurde für diesen Sonderpreis nominiert. Sie erhält eine Spendensumme, resultierend aus einem Theo Neuser Stand, Paarlauffanclubstand. Dieser Stand vom Paarlauffanclub in Tallinn, wo Souvenirs, Bücher, Eiskunstlaufkalender und vieles weiteres mehr geboten wurde. Tanja hat diesen Preis, kurz vor der Gala übergeben. Niina Petrökina, wusste von nichts und war natürlich überrascht.


Alle anderen Teilnehmer des Gastgeberlandes (EM) wurden mit kleinen Geschenken bedacht. Das estnische Eistanzpaar (Mazingue/Gaidajenko), versuchte sich sogar an der kleinen Lotterie/Tombola.

Und bedanken dürfen wir uns bei Hella. In Zusammenarbeit mit Dietmar, gibt es tolle Fotos. Das klappt hervorragend.

Es gab auch ein kleines Fanclubtreffen. Schade das nicht mehr, als acht Fanclubmitglieder vor Ort waren. Es gab keinerlei Kontrollen (Covid ja), aber keine Taschenkontrollen, Fotoverbote usw.

Danke Tallinn, für schöne Europameisterschaften und viel Glück für die Vier Kontinent Meisterschaften ! Aitäh Tallinn.

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